Kaufberatung / Tipps

Tipps und Beratung für den Kauf von Kindersitzen & Co.

Kindersitz kaufen – Was muss man beachten?

Die Sicherheit eines Kindes hat während der Autofahrt höchste Priorität. Jedoch nützt der beste und teuerste Kindersitz nichts, wenn man die falsche Größe gewählt hat.

Worauf man achten sollte und welche gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten sind, erfahrt Ihr auf den nachfolgenden Seiten.

 

Wer kennt es nicht, auf der Suche nach dem richtigen Kindersitz ist man der Verzweiflung nahe.

Sämtliche Hersteller überschwämmen den Markt mit lauter verschiedenen Kindersitzen die sich in Design, Qualität und im Preis sehr unterscheiden.

Aber welcher Kindersitz ist der richtige für das Kind?

Entscheidend beim Kauf ist das Gewicht von dem Kind. Eher nebensächlich werden Größe und Alter bei der Wahl des richtigen Kindersitzes.

Dem Prüfsiegel des jeweiligen Kindersitz-Models kann man  Informationen entnehmen die auf das Kind zutreffen.

In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, das Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres oder bis zu einer Körpergröße von 150 cm einen Kindersitz benutzen müssen.

 

Als beliebte Kindersitz-Variante haben sich Sitze mit einem Hosenträgergurt-System immer wieder durchgesetzt. Mit diesem ausgereiften Gurtsystem wird das Kind im Brustbereich fixiert. Dies hat den Vorteil, dass das Kind genug Bewegungsfreiheit gegeben ist.

Alternativ bieten verschiedene Modelle einen „Fangkörper“ an. Dieser „Fangkörper“ ist eine art Tisch, welcher vor dem Kind montiert ist.

Zur besseren Orientierung sollte man die Beurteilungen der Kindersitze des ADAC oder der Stiftung Warentest in Betracht ziehen.

Diese sind ebenfalls hilfreich bei der Wahl des richtigen Kindersitzes und der Beseitigung etwaiger Zweifel.

Was man noch beachten sollte:

Was man vor dem Kauf in Betracht ziehen sollte ist die Montage eines Kindersitz.

Auch hier gibt es Einiges zu beachten.

  • Der Kindersitz sollte zum Gewicht und zur Körpergröße des Kindes passen.
  • Achtet auf aktuelle Prüfsiegel. Das braun / orangene Prüfsiegel mit einem großen „E“ und einer „04-er“ Nummer bestätigt die Einhaltung der aktuellen Prüfnorm. (Beispiel: ECE R44/04.)
  • Kindersitze auf welchen sich noch eine 03-er Nummer befindet, entsprechen der alten Norm. Diese dürfen zwar noch verwendet, aber nicht mehr im Handel vertrieben werden.
  • Der Sitz sollte auch zu dem Auto passen, – nicht optisch sondern typspezifisch -, insbesonderes wenn es um die Befestigung wie beispielsweise das ISOFIX-System. Denn nicht alle ISOFIX-Sitz-Systeme passen in alle Automodelle.

Ist ein Kindersitz auf dem Beifahrersitz erlaubt?

Meistens ist es so, das Kinder lieber auf dem Beifahrersitz mitfahren wollen und nicht auf der Rücksitzbank.

Damit Kinder vorne mitfahren dürfen, müssen wichtige Voraussetzungen erfüllt werden.

Wichtig ist, die Anleitung des Kindersitzes aufmerksam zu studieren, um bei der Installation des Kindersitz auf dem Beifahrersitz  nichts falsch zu machen.

Airbag aus bei Babyschalen auf dem Beifahrersitz!!

Wenn man es in Betracht zieht, das Baby mit der Babyschale auf dem Beifahrersitz zu transportieren, sollte man Folgendes beachten.

  • Wichtig ist, dass der Airbag ausgeschaltet ist bzw. abschaltbar ist. Denn beim Auslösen des Airbags kann das Kind schwere bis tödliche Kopfverletzungen und Verbrennungen erleiden.
  • Ist das Kind schon größer, sollte man darauf achten das das Kind nicht zu nah am Airbag sitzt. Sitzt das Kind zu nah am Airbag, kann es schon durch einen leichten Unfall zu schweren Verletzungen kommen.

Fazit:

Haltet Euch stets an die Montageanleitungen des Kindersitzherstellers um das schlimmste zu verhindern.

Auch wenn Kinder unbedingt vorne sitzen möchten, ist es wichtig das all diese Voraussetzungen erfüllt werden.


Muss es immer der teuerste Kindersitz sein?

Teuer ist gut und günstig ist schlecht – anders gesagt ein günstiger Kindersitz muss nicht gleich ein schlechter Kindersitz sein.

Folgend beschreibe und zeige dir Preis günstige Modelle.

Wer einen günstigen Kindersitz kaufen möchte, sollte sich Gedanken machen für welches Alter man den Sitz benötigt.

Es gibt Kindersitze die extra für Babys geeignet sind, die sogenannten Babyschalen. Dann gibt es noch die anderen Gruppen bzw. Gewichtsklassen 1, 2 und 3.

Man kann die Sitze je nach dem Gewicht und der Körpergröße des Kindes neu anschaffen oder man schafft sich von Anfang an einen „mitwachsenden“ Sitz an. Dieser würde der Gruppe 1 / 2 / 3 entsprechen.

Da dieser Sitz eine lange Nutzungsdauer hat, sollte man sich hier nicht für ein günstiges Modell entscheiden. Bei den günstigen Modellen sind die Bezüge oder die Polsterungen nicht so widerstandsfähig wie bei den hochwertigen Kindersitzen.

Deswegen stellt sich die Frage ob man für jede Gruppe einen neuen Kindersitz kaufen möchte oder einmal etwas mehr Geld investierst und Ruhe zu haben.

Günstige Kindersitze aller Gruppen


Reboarder Kindersitz – Das sollte man wissen.

Mit dem Reboarder-Kindersitz fährt das Kind entgegen der Fahrtrichtung.

Es hört sich komisch an, hat aber ein System. Zahlreiche Unfallstatistiken belegen, dass das Kind in dieser Position während eines Aufprallunfalls vollständig geschützt ist.

Ein Klassischer Kindersitz oder ein Reboarder?

Man hat die Wahl und somit auch die Qual den richtigen Sitz zu kaufen. Wenn du dem Reboarder Kindersitz skeptisch gegenüber bist, dann bestelle dir einen solchen Kindersitz zum testen, und schau ob es für eure Verhältnisse zu gebrauchen ist.

Trotz vieler vorteile des Reboarder Kindersitz, gibt es auch viel negatives zu verzeichnen. Der Blickkontakt vom Kind zu den Eltern und andersrum. Aber durch die Nachrüstung von Spiegeln an den sitzen die manche Hersteller serienmäßig mitbringen ist das Problem gelöst. Auch wenn der Hersteller diese Funktion nicht mitliefert, schau auf meiner Zubehör Seite nach, dort findest du auch Spiegel.

Wer hat’s erfunden?

Nicht die Schweitzer…. dieses Concept kommt aus dem Skandinavischen raum, dort hat sich dieses System und in vielen anderen ländern schon gut etabliert.

Die Begeisterung für den rückwärtsgerichteten Kindersitz war der ausschlaggebende Punkt für die Markteinführung in Deutschland,Österreich und der Schweiz. Große Hersteller wie CYBEX ,Britax, Hauck und Osann bieten schon viele Modelle mit diesem System an.

Die Entwicklung ist genau auf einen Kleinkindkörper ausgerrichtet worden. Im Fall einer Kollision werden die wirkenden Kräfte nahezu komplett abgefangen. Während der schwere Kinderkopf bei einer Kollision oder Aufprall in einem normal ausgerichtetem Kindersitz  nach vorne geschleudert wird, bewirkt der Reboarder Kindersitz das gegenteil.

Die wirkenden Kräfte verlagern sich komplett in den Sitz und somit werden schwere Verletzung an Wirbelsäule und Nackenbereich vermieden.

Bei einem seitlichen Unfall ist der Reboarder Kindersitz genau so sicher wie ein Klassischer Kindersitz der nach vorne ausgerrichtet ist.